Verbesserte Wetterbedingungen drücken Weizenpreis auf Achtmonatstief

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Preisrückgang bei Weizen setzt sich fort, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Zum Wochenauftakt falle der Preis für den meistgehandelten Terminkontrakt an der CBOT auf ein Achtmonatstief von 7,13 USD je Scheffel. Aufgrund eines Schneesturms im Mittleren Westen der USA habe sich die Schneedecke in den Winterweizenanbaugebieten deutlich erhöht, was nach der Schneeschmelze im Frühjahr die Bodenfeuchtigkeit erheblich verbessern sollte. Die Winterweizenpflanzen würden sich aufgrund der lange anhaltenden Trockenheit in einem sehr schlechten Zustand befinden.

Das USDA gehe davon aus, dass trotz einer Ausweitung der US-Weizenfläche die Ernte in diesem Jahr um 7% niedriger ausfallen werde. Grund hierfür seien niedrigere Flächenerträge und die vorzeitige Aufgabe von Anbauflächen. Die kurzfristig orientierten Marktteilnehmer würden offensichtlich dennoch mit einer deutlichen Entspannung des Weizenangebots in diesem Jahr rechnen. Die Netto-Short-Positionen seien in der Woche zum 19. Februar um weitere 18 Tsd. auf 52,3 Tsd. Kontrakte gestiegen. Dies sei das höchste Niveau seit Mai 2012.

Einen deutlichen Abbau der Netto-Long-Positionen habe es bei Mais gegeben. Dies dürfte mit den jüngsten Prognosen des USDA zusammenhängen, welche eine Rekordernte in den USA erwarten lassen würden. Ein Großteil der angebotssteigernden Nachrichten sollte mittlerweile eingepreist sein. Dennoch dürften die Preise kurzfristig unter Druck bleiben. (25.02.2013/ac/a/m)