Vorstandsinterview Metalcorp Group: Rohstoffe bleiben auch langfristig eine attraktive Wachstumsstory

Westerburg (www.aktiencheck.de) – Vorstandsinterview Metalcorp Group: Rohstoffe bleiben auch langfristig eine attraktive Wachstumsstory

Die Metalcorp Group B.V. ist ein weltweit aktiver Händler von Metallen und als Produzent mit ihrer Tochtergesellschaft BAGR Berliner Aluminiumwerk GmbH einer der führenden Anbieter von hochwertigen Aluminium-Gussblöcken aus Sekundäraluminium in Europa. Die Konzernzentrale der Metalcorp Group befindet sich in Amsterdam.

Die Metalcorp Group versteht sich als zuverlässiger Anbieter von Rohstoffen, der seinen weltweit aktiven Industriekunden hochwertige Produkte in allen Bereichen des Bergbaus, der Erzaufbereitung, der Metallproduktion sowie der Vermarktung von Metallen, Erzen und Legierungen bietet. Darüber hinaus hat die Metalcorp Group mit ihrem langjährigen Know-how für ihre Kunden Mehrwertdienste in der Schifffahrt, der Distribution, der Finanzierung und des Risikomanagements entwickelt.

Geleitet wird die Metalcorp Group von einem erfahrenen und engagierten Management-Team. Mit ihren Tochtergesellschaften und Repräsentanzen ist die Gruppe in mehr als 20 Ländern rund um den Globus aktiv.

aktiencheck.de führte ein Interview mit Herrn Victor Carballo, dem CEO der Metalcorp Group B.V.:

aktiencheck.de: Sind Sie mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 zufrieden?

Carballo: Ja, denn wir konnten unser weltweites Handelsvolumen von Stahl und Nichteisen-Metallen weiter ausbauen und trotz eines deutlichen Rückgangs der Metallpreise auf dem Weltmarkt sämtliche Konzern-Ertragskennzahlen signifikant steigern. Das Konzern-EBIT verbesserte sich um 36,2% auf 6,4 Mio. Euro. Nach Abzug der Zinsen ergibt sich ein Vorsteuerergebnis (EBT) von 4,0 Mio. Euro, was im Vergleich zum Vorjahreswert von 2,7 Mio. Euro eine Steigerung um 48,1% bedeutet. Der Konzern-Jahresüberschuss nach Steuern erhöhte sich von 1,7 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro. Diese Performance beweist, dass unser risikoarmes Geschäftsmodell funktioniert, denn es ist auf eine nahezu vollständige Unabhängigkeit des operativen Geschäfts von der Preisentwicklung der Rohstoffmärkte ausgerichtet.

aktiencheck.de: Wie steht die Metalcorp Group derzeit im gesamtwirtschaftlichen Umfeld da?

Carballo: Die weltweite Konjunktur kann sich einerseits natürlich auf das nachgefragte Volumen und andererseits auf die Rohstoffpreise auswirken. Die Unabhängigkeit von Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten ist ja eine der Säulen unseres Geschäftsmodells. Parallel sehen wir bei uns ein deutliches Potenzial, um das Mengenwachstum fortzusetzen – dank unserer Nischenstellung im Vergleich zu den ganz großen Playern im Weltmarkt auch weitgehend unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung.

aktiencheck.de: Wie würden Sie die aktuelle Wettbewerbssituation in Ihrer Branche beschreiben?

Carballo: Wir verfügen dank unserer Referenzen, unserer Branchenerfahrung, unserer Finanzstärke sowie unserer langjährig bewährten Back-Office-Organisation über Akkreditivlinien von 218 Mio. US-Dollar bei renommierten Banken. Dies stellt aus unserer Sicht eine hohe Markteintrittsbarriere für potentielle Wettbewerber dar. Dazu zählen nicht die großen Handelshäuser oder Stahl-Werke mit eigenen Marketingnetzwerken, denn diese haben in der Regel einen anderen Fokus als wir. Wir konzentrieren uns bewusst auf kleinere und mittlere Rohstoffanbieter und können dieser Klientel mit unserer Expertise häufig neue Märkte für ihre Produkte erschließen.

aktiencheck.de: Die Metalcorp Group verfügt nach eigenen Angaben über ein „risikoaverses Geschäftsmodell“. Was bedeutet es konkret für Anleger?

Carballo: Im Segment „Handel von Stahl und Nichteisen-Metallen“ führen wir ausschließlich sogenannte Back-to-Back-Geschäfte durch, bei denen es erst dann zum Vertragsabschluss kommt, wenn für die Transaktion sowohl Lieferant als auch Kunde bereits feststehen. Diese Geschäfte beinhalten für die Metalcorp Group eine prozentuale Marge, die vollkommen unabhängig vom aktuellen Metall-Marktpreis ist. Zusätzlich verzichten wir auf eine eigene Lagerhaltung, um Risiken zu vermeiden, die aus den Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten entstehen könnten.

In unserem zweiten Segment „Produktion von Sekundäraluminium“ arbeiten wir ausschließlich auf Basis von festen Kundenaufträgen. Auch hier ist der aktuelle Aluminiumpreis nicht entscheidend, da wir von unseren Kunden eine feste Umarbeitungsprämie erhalten.

aktiencheck.de: Werden Rohstoffe Ihrer Meinung nach auch langfristig eine attraktive Wachstumsstory bleiben?

Carballo: Ja, denn der zunehmende Bedarf an Rohstoffen für Infrastruktur-Projekte, erhöhte Konsumbedürfnisse und die Mobilität, insbesondere in den Schwellenländern, lassen die Nachfrage ständig steigen. Deshalb haben wir im November 2013 die spanische Gesellschaft Tamarix NOA S.L., einen Sekundärproduzenten für Kupfer, erworben und somit unser Produktportfolio weiter diversifiziert. Tamarix ist spezialisiert auf das Recycling von Kupferkabelschrott zu qualitativ hochwertigen Kupfergranulaten. Diese Expertise bildet für uns aufgrund der steigenden Kupfernachfrage eine gute Ausgangsbasis für unseren langfristigen Geschäftserfolg.

aktiencheck.de: Wofür soll der Erlös aus der Anleiheemission konkret verwendet werden?

Carballo: Wir wollen mit dem Emissionserlös ein deutlich höheres Handelsvolumen realisieren – und zwar bei nahezu gleicher Kostenstruktur. Dazu werden wir die zufließenden Mittel überwiegend als Bar-Sicherheit zur Hinterlegung bei unseren Banken verwenden. Dies ermöglicht uns die Ausweitung unserer Handelsaktivitäten.

aktiencheck.de: Welche Sicherheiten und Vorteile bietet die Metalcorp Group-Anleihe den Anlegern?

Carballo: Die Anleihebedingungen sehen als Schutzrechte eine Negativverpflichtung, ein Sonderkündigungsrecht für die Anleger bei einem Kontrollwechsel sowie eine Ausschüttungssperre von 50% des Konzernjahresüberschusses vor. Zusätzlich sei nochmal unsere spezifische Mittelverwendung erwähnt, die vorsieht, dass die Mittel als Bar-Sicherheit bei den Trade-Finance-Banken hinterlegt werden. Dieser Betrag fließt jedes Mal nach Abschluss der Transaktion wieder an uns zurück, so dass uns die Mittel immer zur Verfügung stehen werden.

aktiencheck.de: Mit welchen positiven Effekten der Anleihemission auf die Geschäftsentwicklung der Metalcorp Group rechnen Sie?

Carballo: Mit den zufließenden Mitteln werden wir in der Lage sein, unser bewährtes Geschäftsmodell weiter zu skalieren. Dass es funktioniert, haben unsere Geschäftszahlen 2013 klar bewiesen. Wir konnten die bisher zugeflossenen Mittel aus der Anleihe direkt als Bar-Sicherheit einsetzen, um so unser Handelsvolumen zu hebeln – und damit auch die versprochenen Renditezahlen zu liefern.

aktiencheck.de bedankt sich für dieses Interview und wünscht der Metalcorp Group B.V. viel geschäftlichen Erfolg. (27.05.2014/ac/e/a)

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