Vorstandsinterview: UBM Realitätenentwicklung AG will mit dem Erlös aus der Anleiheemission ihre Finanzkraft stärken

Westerburg (www.aktiencheck.de) – Vorstandsinterview: UBM Realitätenentwicklung AG will mit dem Erlös aus der Anleiheemission ihre Finanzkraft stärken

Die UBM Realitätenentwicklung AG (ISIN: AT0000815402, WKN: 852735) ist ein voll integriertes Immobilienunternehmen mit Sitz in Wien. Die österreichische Gesellschaft blickt auf mehr als 140 Jahre Unternehmenserfahrung zurück. Die ursprünglich Union Baumaterialien genannte Aktiengesellschaft notiert seit dem Jahr 1873 an der Wiener Börse und gehört damit zu den ältesten börsennotierten Unternehmen Österreichs.

Der Fokus der Geschäftstätigkeit der UBM Realitätenentwicklung AG richtet sich auf den Erwerb, die Entwicklung und in Folge die gewinnbringende Veräußerung von Immobilien. Das Geschäftsmodell der UBM Realitätenentwicklung Aktiengesellschaft zeichnet sich durch folgende Stärken aus:

– Diversifizierung über Aktivitäten in stabilen Kernmärkten (Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien) und über alle Assetklassen (Wohnbau, Office, Hotel, Gewerbe) hinweg
– Starke Präsenz in Deutschland (57% der Konzerngesamtleistung) u.a. über die Tochtergesellschaft Münchner Grund
– Erfahrenes Top-Management
– Stabile Aktionärsstruktur
– Nachhaltig stabile Finanzkennzahlen mit durchgehend profitablen Ergebnissen über Konjunkturzyklen hinweg; Rekordergebnis in 2013 (EBT: 17,8 Mio. Euro)

aktiencheck.de führte ein Interview mit Herrn Karl Bier, dem Vorstandsvorsitzenden der UBM Realitätenentwicklung AG.

aktiencheck.de: Sind Sie mit dem laufenden Geschäftsjahr zufrieden?

Bier: Wir sind sehr positiv in das Jahr 2014 gestartet. Im ersten Quartal konnten wir den Umsatz von 46,7 Mio. Euro auf 59,7 Mio. Euro verbessern, während das Konzernergebnis von 2,0 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro stieg. Grund für diese erfreuliche Entwicklung war insbesondere die erfolgreiche Verwertung unserer Wohnbauprojekte in Österreich und Deutschland. Im ersten Quartal haben wir in München-Lilienthalstraße II sowie in Salzburg-Sternbrauerei und Salzburg Rainbergstraße Wohnungen an die Käufer übergeben. Im Februar 2014 wurde ein Gewerbeobjekt in Warschau verkauft.

aktiencheck.de: Wie steht die UBM Realitätenentwicklung Aktiengesellschaft derzeit im gesamtwirtschaftlichen Umfeld da?

Bier: Für uns ist die Entwicklung der Immobilienmärkte in unseren Kernmärkten Deutschland, Österreich, Polen und Tschechische Republik von entscheidender Bedeutung – und hier ist das Umfeld sehr gut. Auch mit unserem Fokus auf die Assetklassen Wohnbau, Office, Hotel und Gewerbe sind wir im aktuellen Umfeld gut aufgestellt. Noch viel wichtiger ist aber: Wir haben 2008 und 2009 bewiesen, dass wir auch in konjunkturell schwierigen Phasen stabile Gewinne erwirtschaften können. Auf diese Robustheit unseres Geschäftsmodells sind wir zugegebenermaßen durchaus stolz.

aktiencheck.de: Manche Experten warnen vor der Überhitzung des Immobilienmarkts, u.a. in Deutschland. Sehen Sie Immobilien-Investments weiterhin als eine nachhaltige Wachstumsstory?

Bier: Definitiv, ja. Es mag in einzelnen Segmenten und Regionen unter Umständen zu begrenzten Überhitzungen kommen. Doch das generelle Niveau bleibt sehr attraktiv. In unserer Strategie sind wir ohnehin so breit aufgestellt, dass wir die Gewichtungen nach Regionen und Assetklassen flexibel legen können, so dass unsere Renditeziele langfristig erfüllt bleiben. Zusätzlich sind wir auch gewillt, Chancen wahrzunehmen und zum Beispiel auch in Länder, wie Frankreich oder die Niederlande, zu gehen, wenn dort die Rahmenbedingungen passen.

aktiencheck.de: Wie würden Sie die aktuelle Wettbewerbssituation in Ihrer Branche beschreiben?

Bier: Die von uns adressierten Märkte sind so groß, dass ich hier keine Hauptmitbewerber definieren kann. Was UBM ausmacht: Wir verfügen dank eigener Spezialisten über das Know-how entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Erwerb über die Bau- und Betriebsphase bis hin zum Verkauf. Durch unsere Diversifikation nach Kernmärkten und Assetklassen sehen wir uns im Wettbewerbsumfeld sehr gut positioniert.

aktiencheck.de: Wie würden Sie die mittel- und langfristigen Unternehmensziele der UBM Realitätenentwicklung Aktiengesellschaft definieren?

Bier: Durch unsere langjährige Erfahrung und das daraus resultierende Markt- und Branchen-Know-how sind wir seit den 1990er-Jahren eine anerkannte Größe in der Immobilienentwicklung. Unsere Position als Komplettanbieter möchten wir auch in den kommenden Jahren nachhaltig stärken und kontinuierlich ausbauen, indem wir unsere erfolgreiche Diversifizierungsstrategie nach Assetklassen und Märkten konsequent beibehalten. Wirtschaftlich betrachtet wollen wir unsere seit 1991 durchgehend positive Ergebnisentwicklung nahtlos fortsetzen.

aktiencheck.de: Wofür soll der Erlös aus der Anleiheemission konkret verwendet werden?

Bier: Die Unternehmensanleihe dient dazu, bestehende Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen, um unsere Finanzierungsstruktur zu optimieren und unsere Finanzkraft zu stärken. Darüber hinaus wollen wir sowohl bestehende als auch neue Projekte realisieren – vor allem im Rahmen unserer geplanten verstärkten Tätigkeit in den Kernmärkten Österreich, Deutschland, Polen und Tschechische Republik.

aktiencheck.de: Welche Vorteile bietet die UBM-Anleihe (ISIN: AT0000A185Y1) den Anlegern?

Bier: Unsere Investoren können genau sehen, was sie bekommen. Unsere Anleihe ist in ihrer Struktur klar und einfach angelegt – mit den marktüblichen Covenants, aber ohne rechtlich komplizierte Sicherheitenkonzepte. Wir bieten als Emittentin ein sehr hohes Maß an Transparenz durch quartalsweises Reporting und Zweisprachigkeit. Vor allem haben wir in der Vergangenheit bewiesen, dass wir unsere Investoren sehr ernst nehmen und dass wir über eine stabile Umsatz- und Ertragsentwicklung verfügen – und zwar weitgehend unabhängig von äußeren Einflussfaktoren.

aktiencheck.de: Mit welchen positiven Effekten der Anleihemission auf die Geschäftsentwicklung der UBM Realitätenentwicklung Aktiengesellschaft rechnen Sie?

Bier: Es ist wichtig zu wissen, dass dieser Bond bereits unsere insgesamt vierte Unternehmensanleihe innerhalb der letzten zehn Jahre ist und diese Fremdkapitalinstrumente ein fester Bestandteil unseres Finanzierungsmixes und unserer langfristigen Finanzierungsstrategie sind – neben Bankfinanzierung und unserer starken Eigenfinanzierungskraft. Die erfolgreiche Bedienung dieser Anleihen ist unabhängig von Einzelprojekten. Das ergibt sich schon allein aus der granularen Struktur unserer Projekte mit einer durchschnittlichen Größe im Bereich von rund 30 Mio. Euro. Entsprechend verhält es sich auch mit den positiven Effekten aus der Anleihe: Die weitere Optimierung unserer Finanzierungsstruktur, die mittelfristige Absenkung der Fremdkapitalquote und der zusätzliche Freiraum für die Realisierung neuer Projekte werden vor allem im Gesamtbild unserer Unternehmensentwicklung sichtbar werden.

aktiencheck.de bedankt sich für dieses Interview und wünscht der UBM Realitätenentwicklung Aktiengesellschaft viel geschäftlichen Erfolg. (24.06.2014/ac/e/a)

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