Währungs-Krieg und Frieden

Frankfurt (www.fondscheck.de) – Mit der scharfen Abwertung des Japanischen Yen seit Mitte November kam das Thema Währungskrieg wieder auf den Tisch, so die Analysten der DekaBank.

Die Befürchtung sei, dass andere Volkswirtschaften dem Beispiel Japans folgen könnten und es zu einem globalen Abwertungswettlauf kommen könnte.

Einem solchen Abwertungswettlauf hätten die Notenbankchefs und Finanzminister der G20 eine klare Absage erteilt. Verzichtet hätten sie aber auch auf kritische Kommentare zur scharfen Yen-Abwertung, die von der neuen japanischen Regierung unter Premier Abe befeuert worden sei. Damit werde Japan eine Sonderrolle zugestanden, auch weil der Wertverlust des Yen zu einem nicht unerheblichen Teil fundamental gerechtfertigt sei.

In Europa gebe es Klagen darüber, dass der Euro stark bewertet oder sogar überbewertet sei. EZB-Präsident Draghi und Bundesbankpräsident Weidmann hätten Sorgen um eine dramatische Überbewertung des Euro zurückgewiesen. Und diese Positionen erscheinen den Analysten der DekaBank plausibel zu sein, wenn die langjährigen Durchschnittskurse, die Kaufkraftparitäten des Euro sowie der reale effektive Wechselkurs gegenüber den wichtigsten Handelspartnern herangezogen werden. Sie würden ohnehin erwarten, dass für die Euro-Aufwertung in der Breite das Ende der Fahnenstange erreicht sei. (22.02.2013/fc/a/m)