Währungsmarkt: Hauptinteresse gilt derzeit Pfund Sterling

München (www.aktiencheck.de) – Gestern war ein relativ ruhiger Handelstag in fast allen Hauptparitäten, so auch in EUR/USD, obwohl sich das globale Risikobild, gemessen an Bund- und US-Renditen, sowie dem iTraxx Crossover, weiter aufhellte, so die Analysren von UniCredit Research.

EUR/USD habe sich konstant oberhalb 1,34 gehalten, habe aber nicht zulegen können, da der US-Dollar derzeit ebenfalls eine recht starke Position einnehme. Dies liege vor allem an USD/JPY, wie auch an der vergleichweise schwachen Performance der klassischen Carry-Trade-Paritäten AUD (Australischer Dollar)/USD und NZD (Neuseeländischer Dollar)/USD.

Die wichtigsten Datenimpulse würden diese Woche mit dem ISM-Index und dem US-Arbeitsmarktbericht aus den USA erwartet. Von daher dürfte der US-Dollar neben dem Euro seine relativ starke Position behalten. Einen negativen Einfluss auf den US-Dollar könnte jedoch das FOMC-Treffen ausüben, falls unter der neuen Zusammensetzung des Gremiums die bisherige Gegenstimme zur Fortsetzung der quantitativen Ausweitung wegfalle. Eventuell schaffe es EUR/USD dann doch, wenigstens an den 1,35 zu kratzen.

Sofern sich im Zuge der oben beschriebenen Einflüsse die globale Risikobereitschaft weiter verbessere, sehe man nach wie vor gute Chancen für ein Überschreiten der 123 in EUR/JPY, sowie einen neuen Anlauf von USD/JPY Richtung 92.

Bei EUR/GBP liege derzeit das Hauptinteresse der Märkte. Die starke Euro-Performance, Camerons kritische Aussagen zum Verhältnis zwischen Großbritannien und der EU, ein schwaches Quartalswachstum sowie dovish auszulegende Äußerungen des designierten BoE-Gouverneurs Carney, hätten Pfund Sterling in den letzten Tagen deutlich ins Abseits gedrängt. Die Analysten würden vorerst nichts sehen, was diesen Trend aufhalten könnte. Als Fernziel halte man sogar Kurse um 0,90 für möglich. (29.01.2013/ac/a/m)