Währungsmarkt: Noch keine Anzeichen für Abwertungswettlauf

München (www.aktiencheck.de) – Basierend auf den guten Nachrichten vom Ende letzter Woche (ifo-Index, Tender-Rückzahlung, Draghis Wachstumsausblick für H2) blieb EUR/USD auch gestern gut unterstützt, so die Analysten von UniCredit Research.

Zudem hätten die Märkte bereits einen Vorgriff auf das heute anstehende Ergebnis des FOMC-Treffens genommen, wodurch das Währungspaar heute Früh letztlich die 1,35 durchgebrochen habe. Wie auch die Analysten, würden die Marktteilnehmer mehrheitlich ein klares Votum zur Fortsetzung der üppigen quantitativen Lockerungspolitik erwarten. Die neue Zusammensetzung des geldpolitischen Entscheidungsgremiums lasse auf ein Votum ohne Gegenstimme hoffen. Selbst wenn diesbezüglich schon einiges eingepreist sei und heute kein weiterer Kursanstieg erfolge, würden die Analysten diese Möglichkeit dennoch im Falle eines soliden Stellenaufbaus und eines ebenso zufriendenstellenden US-Einkaufsmanagerindex am Freitagnachmittag sehen.

Im Gegensatz zu EUR/USD dürfte USD/JPY auf das zu erwartende Ergebnis des FOMC-Treffens mit leichten Verlusten reagieren, so dass zumindest für heute und vielleicht auch noch morgen EUR/JPY ebenfalls keinen allzu kräftigen Rückenwind mehr verspüre. Anlässlich der zunehmenden Diskussion um einen neuen so genannten „Währungskrieg“, ausgelöst durch die angekündigten quantitativen Maßnahmen Japans zur Deflationsbekämpfung, kämen die Analysten zum Schluss: Bislang sei ein neuer Abwertungswettlauf nicht wirklich in Sicht.

Die Analysten hätten schon mehrmals gemutmaßt, nun seien auch die letzten Skeptiker hinsichtlich einer Überwindung der EWU-Schuldenkrise von ihrer starren Linie abgerückt. Aber allzu weit scheinen sie sich dennoch nicht vom sicheren Hafen Schweizer Franken entfernen zu wollen, so die Analysten von UniCredit Research. Mehr als Kurse knapp oberhalb 1,25 erwarte man bei EUR/CHF auch diese Woche nicht. (30.01.2013/ac/a/m)