Weizenpreisrückgang auf Acht-Monatstief angesichts der Angebotsperspektiven überzogen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die Getreide- und Ölsaatenpreise befinden sich weiter im Rückwärtsgang, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Weizen notiere mit 7,30 USD je Scheffel so niedrig wie zuletzt im Juni 2012. Mit knapp 7 USD je Scheffel koste Mais derzeit so wenig wie zuletzt zur Jahreswende. Sojabohnen würden nur noch knapp oberhalb von 14 USD je Scheffel und damit ca. einen USD niedriger als zu Monatsbeginn notieren. Vorhersagen von Regenfällen in wichtigen von der Dürre gekennzeichneten US-Weizenanbaugebieten hätten auf die Weizennotierungen gedrückt. Bei Mais sei es der Blick auf Argentinien, wo ab der zweiten Monatshälfte Regen die Erntebedingungen ebenfalls verbessern solle. In seinen jüngsten Prognosen habe das US-Landwirtschaftsministerium seine Erwartung an die argentinische Maisernte aufgrund der Trockenheit nochmals gesenkt.

Weiteren dämpfenden Einfluss habe gestern die Veröffentlichung der Langfristprognosen des USDA bis 2022. Demnach rechne das USDA für 2013/14 mit einer erheblichen Angebotsausweitung bei Mais und Sojabohnen in den USA. Bei Weizen würden sich allerdings wieder die Folgen der Dürre zeigen: Während die bestellte Fläche höher als im Vorjahr sei, solle die abgeerntete Fläche leicht sinken und gemeinsam mit niedrigeren Erträgen zu einer um 3,5% niedrigeren Produktion führen. Für die Folgejahre werde mit einer rückläufigen US-Weizenfläche gerechnet. Dies scheine den Markt derzeit aber nicht zu beunruhigen. Die Analysten würden für 2013/14 zwar auch eine merkliche Entlastung am Weltweizenmarkt erwarten, würden die derzeitige Preisentwicklung aber für überzogen halten. (13.02.2013/ac/a/m)