Zinkpreisanstieg fundamental nicht mehr ganz zu rechtfertigen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Nach dem schwachen Wochenauftakt konnten sich die Metallpreise gestern merklich erholen und in der Breite zulegen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Der Aufwärtstrend setze sich heute Morgen fort. Zink verteuere sich z.B. auf 2.230 USD je Tonne und damit den höchsten Stand seit September 2011. Am Markt scheine sich die Einschätzung durchzusetzen, dass der Angebotsüberschuss am globalen Zinkmarkt 2013 und 2014 weiter abgebaut werde, da bis zum Jahr 2016 eine Reihe großer Minen geschlossen werde. Dies werde jedoch nicht durch Daten der International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) bestätigt.

Die ILZSG erwarte sogar, dass in diesem Jahr die Angebotsausweitung das Nachfragewachstum übersteige. So bestünden in der Stahlindustrie, wo Zink zur Galvanisierung verwendet werde, weiterhin hohe Überkapazitäten, die jedoch merklich reduziert werden sollten. Auch die trotz des jüngsten Lagerabbaus noch immer sehr hohen Zinkvorräte in den Lagerhäusern der LME von 1,19 Mio. Tonnen würden gegen eine Knappheit am Zinkmarkt sprechen. Nach Erachten der Analysten erscheine der letzte Preisanstieg von Zink überzogen und fundamental nicht vollumfänglich zu rechtfertigen.

Unterdessen hätten zwei Kupferverarbeiter in den USA Klage gegen die Zulassung des physisch hinterlegten Kupfer-ETFs von J.P. Morgan Chase & Co. eingereicht. Die Unternehmen würden eine durch Finanzinvestoren bedingte Verknappung des Marktes befürchten, die zu deutlich steigenden Kupferpreisen führen könnte. (13.02.2013/ac/a/m)