Während gerade zahlreiche DAX-Unternehmen ihre Quartalsbilanzen vorlegen und dadurch ins Rampenlicht rücken, scheinen die Auto-Titel wie Daimler (ISIN: DE0007100000) abgetaucht zu sein. Es tut sich kaum etwas … aber es ist schon bemerkenswert, dass sich dieses „Nichts“ bei der Daimler-Aktie an einer wichtigen Widerstandszone abspielt, an die sich die Käufer erneut herangekämpft haben: am Tief vom Sommer 2017 bei 59 Euro. Es scheint, als würden viele Marktteilnehmer den steinigen Weg bevorzugen. Denn das ist der Weg nach oben ohne Zweifel.

Dass Daimler Anfang der Woche stark rückläufige Absatzzahlen für Juli meldete, das Absatzplus in den ersten sieben Monaten mit 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum kaum jemanden vom Hocker hauen kann, scheint nicht zu stören. Dass diese Gespräche Juncker/Trump im Zuge ihrer unverbindlichen Willensbekundungen die Autobauer explizit ausnahmen, offenbar auch nicht. Immerhin ist da seit einigen Tagen Ruhe. Zugegeben. Aber es spricht nichts dafür, dass dieser Burgfriede dauerhaft wäre. Die Strafzölle bleiben in Thema. Nur weilt Donald Trump gerade im Urlaub. Und das Handelsministerium will seine Empfehlung an den Präsidenten bzgl. der Strafzölle erst im September abgeben. Etwas Spielraum hätte man also in der Tat. Die Quartalsbilanz ist durch, die Strafzölle stehen noch ein paar Wochen nicht unmittelbar im Raum. Aber die Bilanz war nicht umwerfend und für die Strafzölle gilt, das ist wohl jedem klar: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. So gesehen …

… muss man sich fragen: Welchen Sinn hätte es, sich jetzt durch die Phalanx an Widerstandslinien, mit denen die Daimler-Aktie bis hinauf zum bei 63,78 Euro wartenden April-Tief aufwartet, hindurchkämpfen zu wollen, wenn die Perspektiven für Umsatz und Gewinn so grau sind? Das Aufwärtspotenzial bis zu diesem oberen Ende einer massiven Widerstandszone ist überschaubar, der Weg nach unten indes grundsätzlich offen, wenn die Leerverkäufer erst wieder Gas geben UND sich das Droh-Szenario aus den USA wieder belebt, sobald der Präsident wieder im Oval Office sitzt. Aber: Aufgrund dieser Argumentation direkt Short zu gehen ist gewagt. Erst, wenn die Aktie ihre derzeitige Handelsspanne mit Schlusskursen unter 56,50 Euro klar nach unten verlasen hätte, wäre das ein Signal für die Bären, wieder in die Offensive zu gehen.

 

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